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100 neue Zalando-Jobs in Arbon

Seit Mitte Oktober werden in einer alten Saurer-Halle Retouren von Zalando verarbeitet. Das freut die Stadt Arbon: Die neuen Jobs im Niedriglohnsektor entlasten die Sozialhilfe. Zu meckern hat allerdings die Gewerkschaft Unia.

In einer der ehemaligen Fabrikhallen von Saurer in Arbon werde seit dem 16. Oktober wieder gearbeitet, berichtet «blick.ch»: Das St.Galler Logistikunternehmen MS Direkt verarbeitet dort die Schweizer Retoursendungen des Onlineriesen Zalando und hat auf einen Schlag 100 neue Jobs geschaffen.

Die Jobs im Niedriglohnsektor entlasten die Arboner Sozialhilfe, wie die «Thurgauer Zeitung» schreibt. Die Stellen waren im Nu weg: 400 Leute haben sich auf die 100 Jobs beworben, trotz des tiefen Einstiegslohns von 17 Franken brutto.

Die zum grössten Teil ausländischen Bewerber mussten zu einem Probetag antraben. Dort hat man ihre Fertigkeiten und Deutschkenntnisse getestet. Wer den Test bestanden hat, arbeitet nun an der sogenannten Textilstrasse und kontrolliert, reinigt und verpackt Kleider und Schuhe, an denen Zalando-Kunden keinen Gefallen gefunden haben. Gearbeitet wird in zwei Schichten zu jeweils achteinhalb Stunden.

Harsch fällt die Stellungnahme von Unia-Gewerkschafter Stefan Brülisauer im «Tagblatt» aus. «Mit einem solchen Lohn wird die Notsituation von sozial schwachen Leuten ausgenutzt. Das geht für uns überhaupt nicht.» Statt sich über die neuen Jobs zu freuen, fordert Brülisauer einen Mindestlohn von 22 Franken ...