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AB-Modernisierung ist im Fahrplan

Die Appenzeller Bahnen sind mit der umfassenden Modernisierung auf Kurs. Das erläuterten an der gestrigen Medienkonferenz Fredy Brunner, Präsident des Verwaltungsrates, und Direktor Thomas Baumgartner. Die Bauarbeiten im Ruckhaldetunnel sind weit fortgeschritten. Der erste «Tango»-Zug wurde am 22. März ausgeliefert und ist nun für Testfahrten unterwegs. Und auch finanziell liegt man im Budget.

Die Vorfreude bei den Appenzeller Bahnen ist gross. Gleichzeitig sind die Arbeiten, die bis zur Eröffnung umgesetzt werden müssen, vielschichtig. Während der nächsten sechs Monate gilt es, diverse Schlüsselprojekte abzuschliessen. Damit die neuen Züge ab dem 7. Oktober 2018 über die Neubaustrecke (Ruckhaldetunnel) verkehren können, braucht es seitens Infrastruktur, Rollmaterial und Betrieb eine perfekt abgestimmte Koordination.

Herzstück Ruckhaldetunnel
Der rund 700 m lange Ruckhaldetunnel bildet das Herzstück der Modernisierung. Es ermöglicht durch die Fahrzeitverkürzung den Viertelstundentakt zwischen St. Gallen und Teufen. Dieser wird ab Februar 2019 während der Hauptverkehrszeiten umgesetzt. Im Tunnel ist der Rohbau abgeschlossen, sodass ab April die Gleise und Bahntechnik eingebaut werden können. Ebenso wird die Haltestelle Riethüsli neu erstellt. Der Ruckhaldetunnel löst die Ruckhalde-Kurve ab, welche während der letzten rund 130 Jahre das Landschaftsbild zwischen St. Gallen und dem Riethüsli prägte. Am Ostermontag, 2. April 2018, fahren die Züge der Appenzeller Bahnen letztmals über die Ruckhalde. Es gilt der reguläre Fahrplan (Sonntagsfahrplan!).

Appenzellerland tanzt bald Tango
In der Nacht von Donnerstag, 22. März auf Freitag, 23. März wurde der erste neue Zug der Appenzeller Bahnen (AB) nach St. Gallen geliefert. «Unsere neuen Züge tragen den Charakter der Region. Sie vereinen das Ländliche und das Urbane», so AB-Direktor Thomas Baumgartner (rechts am Tisch). Gleichzeitig verweist er darauf, dass das Design nicht nur ästhetischen, sondern auch technischen und praktischen Anforderungen entsprechen muss. «Das ist mit dem neuen Zug hervorragend gelungen», freut sich der Direktor.

Der neue Zug ist in der Werkstatt in Speicher untergebracht und wird während der nächsten Monate für Testfahrten unterwegs sein. Im kommenden August geht er in den Fahrgastbetrieb. Die fünf Gelenktriebwagen, welche noch bis zum Fahrplanwechsel auf der Linie St.Gallen-Trogen unterwegs sind, werden anschliessend nach Neuenburg an die «transN» (transports publics neuchâtelois) verkauft.

Unterhalt zuerst an drei, dann an zwei Standorten
Unterhalten werden die neuen Züge vorerst in Speicher, Herisau und Gais. Das Werkstattkonzept der Appenzeller Bahnen sieht mittelfristig zwei Standorte für Werkstätten vor: Speicher und Appenzell. In der bestehenden Werkstatt Speicher wird die präventive Instandhaltung (Wartung, kleinere Reparaturen, etc.) durchgeführt. Die dazu nötigen Anpassungen wurden im Januar 2018 abgeschlossen. Im geplanten Servicezentrum in Appenzell werden ab 2022 umfangreiche Instandsetzungs- und Revisionsarbeiten an den neuen Zügen gemacht. Bis zur Eröffnung des Servicezentrums in Appenzell werden die Arbeiten in den bestehenden Werkstätten Gais und Herisau durchgeführt.

Sonderfahrplan während sechs Monaten
Ab Dienstag, 3. April 2018, fahren zwischen St. Gallen und Teufen während 187 Tagen Bahnersatzbusse. Während des Bahnunterbruchs verkehren die Züge vier Minuten früher ab Appenzell (S22 Richtung St. Gallen) und entsprechend die Busse vier Minuten früher ab Teufen. Die «Durststrecke» wird am 6. Oktober mit einem Eröffnungsfest für die Bevölkerung zwischen St. Gallen und Riethüsli abgeschlossen. «Unser Ziel ist klar: Wir wollen, dass mit der Modernisierung mehr Menschen auf die Appenzeller Bahnen umsteigen und die Strassen entlasten», so Fredy Brunner (links), Präsident des Verwaltungsrates. Ab dem 7. Oktober 2018 fahren die neuen Züge fahrplanmässig über die Neubaustrecke.

Weitere Informationen
Neue Fahrzeuge: Flyer
Übersicht Modernisierung: Flyer

Videos
Videos finden Sie auf dem AB-YouTube-Kanal.