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Aus Brot wird Bier

Zwischen Leber und Milz passt immer ein Pils. Dass man mit dem Getränk auch dem Lebensmittelabfall den Kampf ansagen kann, beweisen jetzt zwei Jungunternehmer von «Damn Good Food & Beverages» aus dem Thurgau: Ihr «Bread Beer» wird aus Brotresten (rund acht Kilogramm pro hundert Liter) hergestellt.

In der Branche geht man davon aus, dass jedes dritte Brot nicht verkauft werden kann. Eine mögliche Lösung im Kampf gegen diese Lebensmittelverschwendung kommt aus dem Thurgau: Das Jungunternehmen Damn Good Food & Beverages AG, das aus der traditionsreichen Müllerei Meyerhans in Weinfelden hervorgegangen ist, lässt aus Brotresten ein Bier brauen.

Das unverkaufte Brot wird getrocknet und zu Brotbrösmeli vermahlen, bevor es im Braukessel zu Wasser, Hefe, Hopfen und Malz zugefügt wird. Dort ersetzt es bis zu einem Drittel des Braumalzes und wird während dem Brauprozess zu vergärbarem Zucker umgewandelt. Das Resultat ist ein bernsteinfarbenes und geschmackvolles Spezialbier. Gebraut wird es mit Brot, welches Schweizer Handwerksbäcker auf traditionelle Weise hergestellt haben. Das ist gut fürs Bier, denn das Brot enthält viele einzigartige Aromen, die sich während der Teigreifung und im Ofen entwickelt haben.

«Für hundert Liter Bier brauchen wir rund acht Kilo Brot. So können wir ein Drittel des Gerstenmalzes ersetzen», sagte Dominic Meyerhans zu SRF, der zusammen mit Richard Keiser das Start-up führt. Das Brot liefern Bäckereien aus der ganzen Schweiz, in einer Meyerhans-Mühle wird es zu Brosamen zerkleinert und anschliessend in der Brauerei Locher in Appenzell zum «Bread Beer» vergoren.

Verkauft wird das bernsteinfarbene Bier in verschiedenen Schweizer Bäckereien, Shops und Bars. Wo genau, steht auf www.breadbeer.ch. Und online gibts das Bread Beer auf www.farmy.ch