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«Bürger wollen keine Umerziehung»

Der HEV St.Gallen plädiert am 4. März 2018 für ein klares Ja zur Mobilitätsinitiative: Alle Verkehrsträger sollen gemäss technischem Fortschritt optimiert und aufeinander abgestimmt werden. Die heutige Verkehrspolitik der Stadt sei eine Einbahnstrasse; sie müsse sich vermehrt an den Bedürfnissen von Bevölkerung und Wirtschaft orientieren.

Der Verkehr erlebt derzeit eine eigentliche Revolution: Elektromobilität führt zu ökologischer Mobilität. Mit neuen Sicherheitssystemen werden Unfälle und Staus künftig abnehmen. Verkehrsleitsysteme führen bspw. zum richtigen Parkplatz, die Quartiere werden dadurch deutlich vom Suchverkehr entlastet. Motorisierte Fahrzeuge für Personen und öffentlichen Verkehr nutzen den Strassenraum in Zukunft effizienter. Das geltende Verkehrsreglement der Stadt St.Gallen blendet diese Fortschritte und Entwicklungen systematisch aus. Behörden werden verpflichtet, einseitige Lösungen zulasten der Strasse zu planen und so unsere Chancen der Zukunft langfristig zu verbauen.

Erreichbarkeit als Basis für Wohlstand
Der HEV setzt sich in der Stadt St.Gallen mit dafür ein, dass der Verkehr in Zukunft flüssig bleibt und zukunftsgerichtete Rezepte bei der Verkehrsplanung Anwendung finden. Das Verkehrswachstum in unserer Stadt darf wegen dem geltenden Verkehrsreglement hingegen nur noch über den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr (Fussgänger, Velos) aufgefangen werden. Eine Illusion - Das Gegeneinander der Verkehrsträger führt zu einseitige Lösungen zulasten der Strasse – und blockiert damit auch Busse und Postautos. Für Haus- und Grundeigentümer ist dies keine gute Entwicklung, denn die Werthaltigkeit von Liegenschaften hängt massgeblich von deren Erreichbarkeit ab.

Dass die Bürger von St.Gallen eine Umerziehung nicht goutieren, zeigen exemplarisch die stark gesunkenen Fahrgastzahlen bei den Verkehrsbetrieben der Stadt St.Gallen. Diese haben in nur drei Jahren 2 Millionen Fahrgäste verloren. Die St.Galler Bevölkerung hat auch mit der deutlichen Ablehnung der Güterbahnhof-Initiative gezeigt, dass sie eine ganzheitliche Verkehrspolitik wünscht.

Ja zur Mobilitätsinitiative – Ja zu guter Erreichbarkeit
Das Verkehrsreglement der Stadt St.Gallen ist nicht mehr zeitgemäss und gehört deshalb abgelöst. Nur so können wichtige Investitionsvorhaben in die Verkehrsinfrastruktur auf die Lösungen der Zukunft ausgerichtet werden. Nur ein Ja zur Mobilitätsinitiative ermöglicht das effiziente Miteinander der Verkehrssysteme. Die attraktivste Kombination – sei dies nun Bahn, Bus, Velo, Fussverkehr oder eben auch das Auto – soll den Verkehr in St.Gallen flüssig halten und so die Erreichbarkeit unseres Wohn- und Wirtschaftsstandorts sicherstellen. Mit starken Hauptverkehrsachsen und genügend Parkplätzen werden auch die Quartiere nachhaltig von Such- und Auswegverkehr entlastet.

Bürgerliche Parteien, Wirtschafts- und Verkehrsverbände der Stadt St.Gallen – darunter auch der HEV Stadt St.Gallen – haben die Mobilitätsinitiative lanciert. Sie will das Verkehrsreglement optimieren und auf eine zukunftztsfähige Verkehrspolitik ausrichten, die allen Verkehrsträgern und damit den Bedürfnissen von Wirtschaft und Bevölkerung gleichermassen gerecht werden.