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Chur will VRSG-Aktien abstossen

Die St.Galler IT-Dienstleister Abraxas und VRSG wollen fusionieren. Die Firmen bieten Informatikdienstleistungen für die öffentliche Hand an. Als Übergang ist eine Abraxas-VRSG-Holding geplant, die dann rund 850 Mitarbeiter beschäftigen wird. Chur will nun seine VRSG-Aktien verkaufen - u.a. wegen der prekären finanziellen Lage der VRSG.

Abraxas gehört je zur Hälfte den Kantonen St.Gallen und Zürich. Die VRSG gehört 130 Gemeinden und den Kantonen St.Gallen, Zürich, Thurgau und Appenzell Ausserrhoden. Die grösste Aktionärin ist die Stadt St.Gallen.

Die finanzielle Lage der VRSG sei im Moment zu kritisch, sagte der Churer Stadtpräsident Urs Marti gegenüber SRF. Zudem sehe er es nicht, dass die Stadt Chur als IT-Investor agieren soll. Deshalb möchte er die Aktien im Wert von 250'000 Franken verkaufen. Als Kunde will die Stadt weiterhin die Informatik-Dienstleistungen der VRSG benutzen.

Im Juli machte die «Schweiz am Sonntag» die desolate finanzielle Lage der VRSG publik: Das Unternehmen häufte zehn Millionen Franken Schulden an; die liquiden Mittel schrumpften innert fünf Jahren von zwölf Millionen auf etwas über 200'000 Franken.

Bis Ende August werde der definitive Entscheid fallen, schreibt SRF. Bis dann müssen auch die anderen rund 130 Aktionäre der VRSG entscheiden. Die grösste Aktionärin, die Stadt St.Gallen, hat der Fusion bereits zugestimmt. Weitere grössere Gemeinden wie Rapperswil oder Wil haben noch nicht entschieden.