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Datacenter Thurgau nimmt Betrieb auf

Ein sicheres Zuhause für hochsensible Daten und Server in der Region – das bietet das neue Datacenter Thurgau Unternehmen und Institutionen. Am vergangenen Mittwoch war Pre-Opening mit namhaften Gästen aus der Ostschweizer Wirtschaft.

Aussenstehende können nur erahnen, was sich im Gebäude hinter dem Metallzaun auf dem Areal mit den Dutzenden Kameras verbirgt. Hinter den fünf Sicherheitszonen und den massiven Stahltüren mit der biometrischen Zugangskontrolle. Seit wenigen Wochen ruht hier das Gold von einem Unternehmen in der Region. Gold in Form von IT-Systemen und Daten.

Bau war eine Herausforderung
Nach achtmonatiger Bauzeit ist das Datacenter Thurgau in Frauenfeld in Betrieb. Was waren die grössten Herausforderungen? «Ganz klar die kurze Bauzeit von acht Monaten – das war eine logistische Herausforderung», sagt Roman Dürr, Leiter Datacenter Thurgau. Darum sei es auch das eine oder andere Mal zu Engpässen mit den Lieferanten gekommen. «Am Schluss ist aber alles aufgegangen.»

Aufgegangen ist für ihn auch der Pre-Opening Event am vergangenen Mittwoch. Nach dem offiziellen Teil mit Fachreferaten von Philipp A. Ziegler, Geschäftsführer der MSM Research AG, und Daniel Gähwiler von der CSI Consulting AG zu den Themen ICT-Betrieb und IT-Security konnten die 35 geladenen Gäste einen exklusiven Blick hinter die Kulissen werfen. Und waren beeindruckt. Beeindruckt von diesem Hochsicherheitsgebäude, aber auch vom Angebot: denn vom halben Rack bis zum eigenen Private Room findet sich hier alles.

Ausbau in Etappen
Am 16. Juni wurden die Systeme des ersten Kunden hochgefahren, weitere Kunden folgen. Aufgrund der Nachfragesituation geht Roman Dürr davon aus, dass bis Ende des Jahres etwa 50 Prozent der Erstausbaufläche vermietet sein werden. In den kommenden Jahren wird dann etappenweise ausgebaut. Obwohl sich das Datacenter ohne anwesendes Personal betreiben lässt, bringt es mittelfristig zwei neue Arbeitsplätze.

Wichtiger Baustein innerhalb der Digitalisierungsstrategie
Warum baut gerade die EKT ein solches Datacenter? Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat sie sich zum Ziel gesetzt, Firmen und Institutionen auf ihrem Weg in eine erfolgreiche digitale Zukunft zu begleiten. Nach der Realisierung des Glasfasernetzes im gesamten Kanton und der Anbindung von Kundennetzen war der Bau des ersten öffentlichen Datacenters für Unternehmen im Thurgau deshalb ein logischer nächster Schritt für die EKT.

Auf einen Blick
Das erste Datacenter für Unternehmen im Kanton verbindet auf 590 Quadratmetern höchste Sicherheitsanforderungen mit hoher Verfügbarkeit und vorbildlicher Energieeffizienz. So ist die Energieversorgung georedundant sichergestellt. Zudem gibt es eine Netzersatzanlage, die auch im sehr unwahrscheinlichen Fall eines Blackouts die Stromversorgung sicherstellt. In punkto Nachhaltigkeit wurde auf dem Dach das Datacenters eine Photovoltaikanlage installiert, ebenso wird eine solche auf dem Carport realisiert. Weiter werden die allgemeinen Räume mit der Abwärme des Datacenters beheizt. Zur Kälteerzeugung werden Umgebungsluft und Regenwasser als natürliche Quellen genutzt.

Facts & Figures:
Geburtsstunde: 28. September 2016
Baubewilligung: 9. Oktober 2017
Baubeginn: 16. Oktober 2017
Inbetriebnahme: 16. Juni 2018
Bauzeit: 8 Monate
Grösse: 590 m2 Whitespace, 150 Racks
Leistung: 600 kW IT
Zertifizierung: Gebaut nach TÜViT
Sicherheitszonen: 5
Überwachte Türen: rund 30
Kameras: 50
Biometrische Handvenenscanner: 15
Badgeleser: 12
Regenwassertank für adiabatische Rückkühler: 350‘000 Liter
Dieseltank für Netzersatzanlage: 22'000 Liter
Kabeltrassen montiert: rund 500 Meter
Kommunikationskabel verlegt: rund 7 Kilometer

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