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Deutlicher Gewinnanstieg für VP-Bank

Die Vaduzer VP-Bank-Gruppe erwirtschaftete 2017 einen sehr guten Konzerngewinn von CHF 65.8 Mio. Die betreuten Kundenvermögen nahmen um beachtliche 13.0 Prozent zu. Die Kernkapitalquote beträgt überdurchschnittliche 25.7 Prozent. Der Generalversammlung wird eine erhöhte Dividende von CHF 5.50 pro Namenaktie A bzw. CHF 0.55 pro Namenaktie B beantragt.

Die VP-Bank-Gruppe weist für das Geschäftsjahr 2017 einen Konzerngewinn von CHF 65.8 Mio. aus. Bei der Marktbearbeitung wurden markante Fortschritte erzielt. Für das Jahr 2017 konnte ein deutlicher Netto-Neugeldzufluss von CHF 1.9 Mrd. ausgewiesen werden. Alle Standorte haben zu diesem Ergebnis beigetragen. Die Cost/Income Ratio konnte um 4.2 Prozentpunkte gesenkt werden.

Deutlich höherer Konzerngewinn
Die VP-Bank-Gruppe weist für das Geschäftsjahr 2017 einen um 13.4 Prozent gesteigerten Konzerngewinn von CHF 65.8 Mio. (Vorjahr: CHF 58.0 Mio.) aus. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Geschäftsertrag um 9.8 Prozent von CHF 273.2 Mio. auf CHF 300.1 Mio. und stieg somit um CHF 26.9 Mio. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2.0 Prozent auf CHF 104.4 Mio. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft nahm 2017 um 4.3 Prozent auf CHF 123.9 Mio. zu. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg um 12.9 Prozent auf CHF 50.2 Mio. Aus den Finanzanlagen resultierte ein Erfolg von CHF 19.2 Mio. (Vorjahresperiode: CHF 7.6 Mio.).

Geschäftsaufwand steigt planmässig
Der Geschäftsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um CHF 17.6 Mio. von CHF 212.2 Mio. auf CHF 229.8 Mio. (Zunahme um 8.3 Prozent). Der Sachaufwand erhöhte sich im Jahr 2017 um 11.8 Prozent auf CHF 57.8 Mio. Diese Steigerung ist hauptsächlich auf externe Beratungskosten im Zusammenhang mit Projekten zu regulatorischen Anforderungen, Wachstumsinitiativen und der Digitalisierung zurückzuführen. Der Personalaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr geringfügig um 0.4 Prozent auf CHF 134.8 Mio. Aufgrund der Anpassung des Umwandlungssatzes der Vorsorgeeinrichtung wurde der Personalaufwand um CHF 10.1 Mio. entlastet. Der Personalbestand wurde gegenüber dem 31.12.2016 um 8.3 Prozent auf 800 Vollzeitstellen ausgebaut. Im Einklang mit den strategischen Wachstumsinitiativen resultierte diese Steigerung unter anderem aus der Rekrutierungsoffensive von neuen Kundenberatern.

Die Abschreibungen lagen 5.1 Prozent über dem Vorjahr und betrugen CHF 23.6 Mio. Die Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt CHF 13.6 Mio. Die Zunahme begründet sich durch eine Einigung mit den Behörden in Deutschland im Zusammenhang mit unversteuerten Vermögenswerten deutscher Kunden und die damit vorgenommene einmalige Rückstellung über CHF 10.9 Mio.

Die Cost/Income Ratio konnte auf 64.2 Prozent (Vorjahr: 68.4 Prozent) gesenkt werden. Mit einer Tier 1 Ratio von 25.7 Prozent (Vorjahr: 27.1 Prozent) besitzt die VP-Bank-Gruppe im Branchenvergleich eine äusserst komfortable Eigenkapitalbasis. Die Bilanzsummeerhöhte sich um 8.3 Prozent auf CHF 12.8 Mrd.

Markante Zunahme der betreuten Kundenvermögen
Die betreuten Kundenvermögen der VP-Bank-Gruppe beliefen sich Ende 2017 auf CHF 40.4 Mrd. Gegenüber dem Vorjahreswert von CHF 35.8 Mrd. bedeutet dies eine Zunahme um 13.0 Prozent. Die performancebedingte Vermögenszunahme betrug CHF 2.7 Mrd. (Vorjahr: Zunahme von CHF 1.0 Mrd.). Diese Zunahme ist im Wesentlichen auf die steigenden Börsenkurse und den Anstieg des Euro im 2. Semester 2017 und die damit einhergehende Aufwertung der betreuten Kundenvermögen in Fremdwährungen zurückzuführen.

Die VP-Bank-Gruppe verzeichnete im Jahr 2017 einen Netto-Neugeldzufluss an Kundengeldern in Höhe von CHF 1ˈ894 Mio. (Vorjahr: organischer Netto-Neugeldzufluss von CHF 7.0 Mio.). Diese Zuflüsse wurden dank intensiver Marktbearbeitung, Zuflüssen von bestehenden Kunden und Rekrutierung von neuen Kundenberatern – insbesondere im Fondsbereich und an den internationalen Standorten – erzielt.

Die Custody-Vermögen erhöhten sich auf CHF 6.1 Mrd. (Vorjahr: CHF 5.8 Mrd.). Das Kundenvermögen einschliesslich der Custody-Vermögen betrug per 31. Dezember 2017 CHF 46.4 Mrd. (Vorjahr: CHF 41.5 Mrd.).

«Der starke Zufluss an Kundengeldern im Jahr 2017 verbessert unsere Ertragslage nachhaltig und zeigt, dass wir die geeigneten Massnahmen ergriffen haben. Unsere motivierten und leistungswilligen Führungskräfte und Mitarbeitenden tragen massgeblich zu diesem erfreulichen Ergebnis bei», stellt Alfred W. Moeckli, Chief Executive Officer der VP-Bank-Gruppe, fest.

Neue Führungsstruktur
2017 hat die VP Bank auf Grundlage der «Strategie 2020» die Organisations- und Führungsstruktur angepasst und die Aufgaben innerhalb des Group Executive Managements neu definiert.

Auf Stufe der Gruppenleitung wurde per 1. Januar 2017 die neue Organisationseinheit «General Counsel & Chief Risk Officer» gebildet. Die Bereiche Group Legal, Compliance & Tax sowie Group Risk wurden zu einer neuen Organisationseinheit mit Einsitz in der Gruppenleitung zusammengelegt. Diese Aufwertung trägt insbesondere der ständig zunehmenden Marktregulierung und den dadurch wachsenden Anforderungen an international ausgerichtete Finanzdienstleister Rechnung.

Ebenfalls per Jahresbeginn 2017 wurde die Organisationseinheit «Investment Solutions» geschaffen. Diese neue Einheit führt zu einer weiteren Stärkung der gruppenweiten Investmentkompetenz.

Um eine konsequente Umsetzung und Weiterentwicklung der «Strategie 2020» innerhalb der Gruppe zu gewährleisten und deren Wichtigkeit zu unterstreichen, wurden ab dem 1. April 2017 verschiedene Aufgaben im Rahmen der strategischen Führung in einem neu geschaffenen Bereich «Group Strategy» gebündelt. Mit der Schaffung dieser Organisationseinheit stellt die VP Bank einen konsequenten Strategieprozess sicher und richtet den Fokus verstärkt auf eine gesamtheitliche Entwicklung der VP-Bank-Gruppe.

Generalversammlung
Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 27. April 2018, eine Dividende von CHF 5.50 pro Namenaktie A (Vorjahr CHF 4.50) und CHF 0.55 pro Namenaktie B (Vorjahr: CHF 0.45) auszuzahlen. Die vorgesehene Dividende folgt der definierten Dividendenpolitik. Die VP Bank strebt eine konstante Dividendenentwicklung an mit dem Ziel, vom erwirtschafteten Konzerngewinn 40 Prozent bis 60 Prozent an die Aktionäre auszuschütten. Der Verwaltungsrat stützt sich bei der vorgeschlagenen Dividendenerhöhung auf den Konzerngewinn 2017 von CHF 65.8 Mio.

Der Verwaltungsrat beantragt ausserdem die Wiederwahl von Fredy Vogt und Dr. Florian Marxer als Mitglieder des Verwaltungsrates für eine Amtsdauer von drei Jahren.

Auf der Grundlage der festgelegten strategischen Ziele hat der Verwaltungsrat beschlossen, vorbehaltlich der Genehmigung der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA), der Generalversammlung vom 27. April 2018 Dr. Thomas R. Meier (Bild) zur Wahl in den Verwaltungsrat vorzuschlagen. Er verfügt über mehr als drei Jahrzehnte internationale Erfahrung in der Bankbranche. Von 2007 bis 2015 zeichnete er als CEO Asia für die Bank Julius Bär verantwortlich. Davor leitete er bei der Deutschen Bank in Luxemburg das Private Wealth Management und war Mitglied des Management Board. Seine Karriere startete er 1988 bei der Credit Suisse Group, wobei seine Schwerpunkte auch hier im asiatischen Markt sowie im Mittleren Osten und Osteuropa lagen. Damit verstärkt der Verwaltungsrat der VP-Bank-Gruppe seine eigenen Kompetenzen und stellt eine langfristig orientierte Nachfolgeplanung sicher.

Ausblick
Auch 2018 wird Wachstum ein Kernthema für die VP-Bank-Gruppe bleiben: Dies bedeutet eine konsequente Weiterführung der qualitativen Stärkung der Kundenbetreuung sowie den Ausbau erfahrener Teams. Im Rahmen des Projektes «Relationship Manager Hiring» hat sich die VP Bank bis Ende 2019 zum Ziel gesetzt, insgesamt 75 Kundenberater in den Segmenten Intermediaries und Private Banking einzustellen, etwa die Hälfte davon in Asien.

Die regulatorischen Rahmenbedingungen werden die VP Bank weiterhin stark beschäftigen. Die anhaltend zunehmende Regulierung führt zu wachsenden Kosten und sinkenden Margen. Effizienzprogramme sowie eine konsequente Weiterführung des Kostenmanagements sind die Antwort auf diese Entwicklungen. Durch kompetente Teams, eine aktive Zusammenarbeit mit den relevanten Finanzmarktteilnehmern sowie eine permanente Weiterentwicklung des Know-hows hat die VP Bank entsprechende Voraussetzungen geschaffen.

«Die VP-Bank-Gruppe ist gut aufgestellt, um die anstehenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Wir verfügen über eine sehr solide Eigenkapitalbasis, die es uns erlaubt, den Wandel in der Finanzindustrie aktiv zu nutzen», schliesst Fredy Vogt, Präsident des Verwaltungsrates der VP Bank