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Digitale Reise zu neuen Geschäften

KMU haben Chancen, sich zu differenzieren, wenn sie auf die digitale Reise gehen, gibt sich Milos Radovic, Swisscom Senior Business Developer, an der jüngsten Innosourcing-Fachtagung überzeugt. Wichtigste Ansätze seien Erlebniskultur, Services, Kooperationen und neue Geschäftsmodelle.

Radovic stammt aus St.Gallen und ist als Digital Thinker & Lecturer for Mobile Business, Customer Experience and Digital Marketing unterwegs. An der Fachtagung der Sirnacher Innosourcing GmbH Ende November animierte er Führungskräfte aus Industrie und Handel, neue Ideen und Geschäftsprozesse zu entwickeln.

Erlebnisse schaffen, differenzieren
«Digitalisierung ist nicht ein Produkt, sondern eine Reise, und Sie können in Ihrem Unternehmen der Reiseführer sein», appellierte Milos Radovic. Apple, Google und Tesla zeigten die Trends zur Erlebniskultur auf. Nespresso zum Beispiel habe es vorgemacht, wie im Kaffeegeschäft das Kundenerlebnis eine neue, hohe Qualität erreichen könne, oder dann sei es die UBS gewesen, die das Mobile Banking rasch adaptiert und erfolgreich als Differenzierungsmerkmal umzusetzen vermocht hatte.

Die digitalen Möglichkeiten sollten auch in Prozessen, in verstärkten Kooperationen und neuen Geschäftsmodellen, zum Beispiel ergänzenden Services, genutzt werden. 84 Prozent der KMU zeigten hier noch relativ niedrige Erfüllungsgrade, während 56 Prozent der mittelständischen Unternehmen die Kundenanforderungen als grössten externer Treiber sähen, schilderte Radovic das Potenzial.

Machen und Querdenken
Schnell sein und vor allem etwas machen, müsse die Devise lauten, resümierte Thomas Schnadt, Leiter Consulting bei der Innosourcing GmbH, die Gruppenarbeiten. Man dürfe dabei Fehler machen und aus Projekten lernen. Aus der intensiven Auseinandersetzung mit der digitalen Revolution habe die Innosourcing fünf digitale Initiativen entwickelt – sie reichen vom digitalen Lieferantenmanagment über das Benchmarking bis zu Prozessen und intelligenter Automation. Gleichzeitig sei die Erkenntnis gewachsen, dass man nicht in gleichen Strukturen weitermachen sollte, kündigte Schnadt einen neuen Zyklus unter dem Motto «Querdenken» an.

Die 1997 gegründete INNOSourcing GmbH betreut eine Reihe von Beschaffungsgemeinschaften und bewirtschaftet heute über 100 Rahmenverträge. Dabei geht es um indirektes Material, konkret um Produkte, die für die Instandhaltung, die Wartung und den Betrieb von Maschinen sowie im Facility Management und dem administrativen Bereich gebraucht werden. Zum Portfolio gehören ebenso Dienstleistungen in den Bereichen Logistik, Energie und Travel, firmenspezifische Unterstützung sowie digitale Services. An ihrem Geschäftssitz in Sirnach TG beschäftigt die Innosourcing GmbH neun Personen. Das Führungsteam besteht aus Inhaber Hansruedi Blickenstorfer sowie den Teilhabern Thomas Schnadt und Daniel Gründler.