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Durchstich im Ruckhaldetunnel

Im Ruckhaldetunnel der Appenzeller Bahnen ist der Zusammenschluss erfolgt. Innerhalb von rund einem Jahr ist der Durchstich im 700 Meter langen Tunnel gelungen. In rund 16 Meter Tiefe unter der Ruckhalde haben sich die Tunnelarbeiter heute die Statue der heiligen Barbara überreicht.

Nach einer Bauzeit von rund einem Jahr ist der Durchstich im Ruckhaldetunnel in der Stadt St.Gallen geschafft. Sowohl beim Nord- als auch Südportal wurden die Vorbereitungsarbeiten für den eigentlichen Tunnelbau im April 2016 gestartet. Der eigentliche Tunnelanstich erfolgte im August 2016 beim Nordportal. Dort war ein rascher Fortschritt aufgrund des kompakteren Gesteins möglich. Bis Ende 2016 sind täglich zwei Sprengungen erfolgt. Mit den Sprengarbeiten haben die Appenzeller Bahnen (AB) und die beteiligten Unternehmen rund 320 Meter des Tunnels von der Nordseite ausgebrochen. Der weitere Vortrieb erfolgte im Lockergestein. Im Süden befindet man sich fast seit Beginn des Tunnelvortriebs im November 2016 im relativ feinkörnigen Lockergestein. Dort wurde das Gestein seit dem Baustart mit einem Bagger abgetragen. Der Durchstich befindet sich genau unter dem Zahnstangentrasse der AB vis à vis des Nestweihers.

Fredy Brunner, Verwaltungsratspräsident der Appenzeller Bahnen ist erfreut über den Fortschritt und ergänzt: «Der Tunneldurchstich ist ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg zu den modernen Appenzeller Bahnen. Wir sind sehr froh, dass der Bau bis heute geologisch, terminlich und kostenmässig auf Kurs ist.»

Viertelstundentakt ab Fahrplanwechsel 2018
Die Aufhebung der Zahnstangenstrecke an der Ruckhalde ermöglicht den Einsatz von neuem, einheitlichem Rollmaterial auf den Strecken Appenzell-St.Gallen und Trogen-St.Gallen mit Mehrnutzen für die Passagiere und Minderkosten in Betrieb und Unterhalt. Die ersten der elf neuen, niederflurigen Fahrzeuge sind bei der Firma Stadler bereits in Produktion. Der rund 700 Meter lange Tunnel und die Einführung der neuen Fahrzeuge ermöglichen bessere Anschlüsse in St.Gallen und schaffen die Voraussetzung für einen Viertelstundentakt nach Teufen. Auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2018 müssen sowohl die Infrastruktur als auch das Rollmaterial punktgenau in Betrieb gehen.

Thomas Baumgartner, Direktor der Appenzeller Bahnen: «Der Tunneldurchstich ist ein bedeutendes Ereignis auf dem Weg zur Verbesserung des Angebotes und der Einführung eines Viertelstundentaktes. Wir sind dankbar, dass die Arbeiten bislang unfallfrei sind». 2/3

Ausbau des Tunnels
Nach dem Durchbruch des Ruckhaldetunnels folgt der Ausbau und die Verkleidung der Tunnelröhre. Ab April 2018 wird die Strecke zwischen St.Gallen und Teufen für sechs Monate unterbrochen, damit die AB die Arbeiten im Tunnel, an der Brücke über die Oberstrasse und die Arbeiten bei der Wanne im Güterbahnhof abschliessen können. Ein Busersatz ist geplant. Bereits weit fortgeschritten sind die Arbeiten im AB-Bahnhof in St.Gallen. Dort sind die Gleisanlagen im Wesentlichen bereits abgeschlossen. Während des Betriebsunterbruches 2018 wird noch eine Weiche eingebaut und damit die Verbindung der zwei Linien St.Gallen-Trogen und St.Gallen-Appenzell ermöglicht.