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Ex-FCSG-Trainer zieht vom Leder

In den 1990er Jahren trainierte Uwe Rapolder den FC St.Gallen. Mit einem pointierten Statement über die deutsche Flüchtlingspolitik löst der ehemalige Kölner und Bielefelder Trainer in Deutschland nun heftige Reaktionen aus.

Uwe Rapolder übernahm 1993 die soeben in die NLB abgestiegenen St.Galler und führte sie ein Jahr später ins Oberhaus zurück. 1996 war für Rapolder dann Schluss in der Ostschweiz. Später setzte er seine Trainerkarriere in Deutschland fort – unter anderem bei Arminia Bielefeld, dem 1. FC Köln oder dem Karlsruher SC.

Jetzt sorgt er in seiner Heimat für helle Aufregung, weil er offen seine Meinung zur „Flüchtlings“-Politik von Angela Merkel kundtat: Auf seiner Facebook-Seite holte er zum Rundumschlag gegen Deutschland und dessen Politik aus. „Deutschland 2017. Ein Land ausser Rand und Band“, beginnt er seine Ausführungen. Anschliessend bekommt jeder sein Fett weg: Angela Merkel, die Justiz, Flüchtlinge, Gutmenschen.

„Warum schreibe ich das alles?“, fragt Rapolder rhetorisch: „Weil ich Angst um dieses Land habe, in dem Fremde eindeutig mehr Rechte geniessen als Einheimische. Weil hier die Medien sagen, dass 5 gerade ist und alle 'Hurra' schreien. Weil hier die innere Sicherheit zweitrangig ist. Weil hier der Täter mehr Schutz geniesst als das Opfer.“ Seine Ausführungen garniert Rapolder mit dem Schlusswort: „Eine Nation, die nur noch im Sport ihre Flagge zeigen darf, eine solche Nation sollte niemals über andere richten, sondern demütig ihren Niedergang hinnehmen.“

In einem 2. Post differenziert der 59-Jährige: „Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, man sollte aber zwischen ‚Flüchtlingen’ und ‚Migranten’ dringend unterscheiden. Wir brauchen gar keine Obergrenze für Flüchtlinge, wir brauchen Grenzkontrollen, wo zwischen Flüchtlingen und Wirtschaftsmigranten unterschieden wird.“

Hier Rapolders 1. FB-Post in voller Länge – inzwischen hat er ihn auf „Nur noch sichtbar für Freunde“ gesetzt:

„Deutschland 2017.Ein Land ausser Rand und Band, bei Lichte betrachtet.

Ich habe sowohl in meinem Leben als auch in meiner beruflichen Laufbahn schon vieles erlebt.

Ich habe Freunde, denen ich unbedingt gerecht werden will. Sie heissen Soner, Aytekin, Senol oder Köksal, aber auch Matthew, Steve, Maik, Yvan, Adi oder Monghi.

Ich habe Ex-Spieler, Lamine, Ervin, Fatmir, Branimir, Matthew, Aziz, Vilmar, Darek, Charly, Laszlo etc., aus allen Teilen der Welt.

Ich habe mit meiner Familie 16 Jahre im Ausland gelebt, überall haben wir noch Freunde.

Ich bin globalistisch!

Und jetzt wache ich jeden Morgen auf und frage mich, ob ich bescheuert bin oder die anderen?

Immer habe ich mir eingebildet, dass ich einigermassen intelligent bin.
Ich habe meine Trainerkarriere losgelassen, weil mir der ständige Druck nicht mehr gut tat, und weil Anspruch und Wirklichkeit zuletzt zu weit auseinanderklafften.
Aber, meine Freunde, ich habe dem deutschen Fussball viel Innovation gebracht, und ich war mit dem Arsch an der Decke.
Egal, unwichtig.

Irgendwie habe ich wohl nie hierher gepasst, zu sehr haben vielleicht die ungarischen Gene meiner Eltern durchgedrückt.
Trotzdem: Ich liebe dieses Land, von dem ich noch NIE einen einzigen Cent erhalten habe.

Warum schreibe ich das alles?

Weil ich u. a. mit meinen türkischen Freunden hier wieder in Frieden leben will.
Weil ich Angst um dieses Land habe, in dem Fremde eindeutig mehr Rechte geniessen als Einheimische.
Weil hier die Medien sagen, dass 5 gerade ist und alle „Hurra“ schreien.
Weil hier die innere Sicherheit zweitrangig ist.
Weil hier der Täter mehr Schutz geniesst als das Opfer.
Weil hier über viele Jahrzehnte erreichte Werte einfach ausgelöscht werden.
Weil hier die Ideologie über die Realität bestimmt.
Und weil ich, wie viele andere auch, Kinder und Enkel habe.
Weil hier nicht nur KEINE Antwort gegeben wird,
nein, weil hier die entscheidende Frage nach dem WARUM nicht einmal ansatzweise beantwortet wird.

Weil es SO dieses Land in der bisherigen Form nicht mehr lange geben wird.

WARUM diese unkontrollierte Massenzuwanderung?
WARUM wird dieses Land in seinen Grundfesten erschüttert?
WARUM herrscht hier NULL soziale Gerechtigkeit?
WARUM kann hier eine Frau alleine bestimmen,
und KEIN EINZIGER wagt es, aufzustehen?
WARUM gibt es keinen vernünftigen Mittelweg?
WARUM wird das Volk bis auf’s Blut provoziert?
Wollt Ihr wirklich den Krieg in den Strassen, wie in Frankreich oder Schweden?
Äussert Euch doch bitte mal, sagt, worauf alles hinauslaufen soll!

Es ist genau 12 Uhr, und Ihr tut so, als liefe alles bestens.

Alle anderen sind nationalistisch und protektionistisch, nur Ihr seid im Recht.

So geht dieses Spiel nicht, und wir alle werden den Preis bezahlen.
Persönliche Meinung.

Eine Nation, die nur noch im Sport ihre Flagge zeigen darf, eine solche Nation sollte niemals über andere richten, sondern demütig ihren Niedergang hinnehmen.“