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«Fidelio» - wie zur Eröffnung 1968

Am Donnerstag, 15. März, um 19.30 Uhr hat am Theater St.Gallen Ludwig van Beethovens Oper Fidelio Premiere. Für die Inszenierung zeichnet der deutsche Regisseur und Filmproduzent Jan Schmidt-Garre, die musikalische Leitung hat Otto Tausk, der Chefdirigent des Sinfonieorchesters St.Gallen. Mit der Festpremiere gedenkt das Theater St.Gallen der Eröffnung des Theatergebäudes am Stadtpark vor genau 50 Jahren.

Der sprechende Name Fidelio gibt den thematischen Überbau vor: die Treue. Eine Frau nimmt eine neue Identität an, um ihren Mann vor dem sicheren Tod zu retten und aus dem Gefängnis zu befreien, in dem er unrechtmässig festgehalten wird. Leonore rettet als Fidelio ihrem Gatten Florestan das Leben. Fidelio ist aber nicht nur eine Hommage an die Treue, sondern auch an die Gerechtigkeit. Formal gesehen steht Ludwig van Beethovens einzige Oper als Nummernoper mit gesprochenen Dialogen zwischen Singspiel und Sinfonie.

Inszeniert wird das 1805 in Wien uraufgeführte Werk von Jan Schmidt-Garre. Der deutsche Regisseur, der auch als Produzent von Spiel- und Dokumentarfilmen zu den Themen Musik und Kunst bekannt geworden ist, hat in St.Gallen in der Spielzeit 2013/14 Erich Korngolds Die tote Stadt auf die Bühne gebracht. Das Bühnenbild entwarf Nikolaus Webern, die Kostüme Yan Tax. Die musikalische Leitung hat Otto Tausk, der Chefdirigent des Sinfonieorchesters St.Gallen. Als Leonore und Florestan agieren in der Premiere Jacquelyn Wagner und Norbert Ernst. Weitere Gäste sind Roman Trekel als Don Pizarro und Wojtek Gierlach als Rocco. Aus dem eigenen Ensemble stehen Tatjana Schneider (Marzelline), Roccardo Botta (Jaquino) und Martin Summer (Don Fernando) auf der Bühne. Eine Besonderheit dieser Besetzung: Für alle Künstler ist es das Rollendebüt.

Die neue Inszenierung des Fidelio ist die Festpremiere, mit der das Theater St.Gallen der Eröffnung des Theatergebäudes am Stadtpark vor 50 Jahren gedenkt. Der für die Theaterarchitektur der Nachkriegszeit wegweisende Bau des Architekten Claude Paillard war am 15. März 1968 feierlich eingeweiht worden – ebenfalls mit Ludwig van Beethovens Fidelio in einer Inszenierung des damaligen Direktors Christoph Groszer. Um 18 Uhr wird im Foyer eine Ausstellung mit St.Galler Theaterplakaten aus den letzten 50 Jahren eröffnet. Nach der Festansprache um 19.30 Uhr beginnt die Vorstellung um ca. 19.45 Uhr.

Premiere Donnerstag, 15. März 2018
Zeit 19.30 Uhr
Ort Grosses Haus
Musikalische Leitung Otto Tausk | Hermes Helfricht
Inszenierung Jan Schmidt-Garre
Bühne Nikolaus Webern
Kostüm Yan Tax
Licht Reinhard Traub
Choreinstudierung Michael Vogel
Dramaturgie Caroline Damaschke
Don Fernando Martin Summer
Don Pizarro Roman Trekel | Joachim Goltz
Florestan Norbert Ernst | Roman Payer
Leonore Jacquelyn Wagner | Evelina Dobračeva
Rocco Wojtek Gierlach | Tomislav Lucic
Marzelline Tatjana Schneider | Sheida Damghani
Jaquino Riccardo Botta | Nik Kevin Koch
Erster Gefangener Marc Haag
Zweiter Gefangener Frank Uhlig
Chor des Theaters St.Gallen
Opernchor St.Gallen
Sinfonieorchester St.Gallen

Die weiteren Vorstellungen
Sonntag, 18. März 2018, 14.30 Uhr
Mittwoch, 21. März 2018, 19.30 Uhr
Mittwoch, 11. April 2018, 19.30 Uhr
Sonntag, 15. April 2018, 14.30 Uhr
Donnerstag, 19. April 2018, 19.30 Uhr
Dienstag, 8. Mai 2018, 19.30 Uhr
Sonntag, 13. Mai 2018, 19.30 Uhr
Donnerstag, 31. Mai 2018, 19.30 Uhr
Sonntag, 3. Juni 2018, 19.30 Uhr
Montag, 11. Juni 2018, 19.30 Uhr
Samstag, 16. Juni 2018, 19.30 Uhr

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