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Fünf wollen Stadtrat werden

CVP-Stadtrat Nino Cozzio (Bild) tritt per Ende Jahr aus gesundheitlichen Gründen zurück. Die Einreichefrist für Kandidaturen ist gestern Montag abgelaufen: Bei der Stadt St.Gallen gingen fünf Bewerbungen für die Wahl am 24. September ein - zwei Linke, eine Mitte-Linke und zwei Bürgerliche wollen Stadtrat werden.

Die besten Chancen habe Boris Tschirky von der CVP, will SRF wissen: Die Partei verlor bei den letzten Wahlen einen ihrer beiden Stadtratssitze. Dass sie nun auch den zweiten Sitz verliert, sei eher unwahrscheinlich, zumal Tschirky als Gemeindepräsident von Gaiserwald und Kantonsrat ein bekannter Politiker sei.

Rechnerisch hat allerdings auch die SVP Anspruch auf den Sitz: Sie hat im Parlament genau gleich viele Sitze wie die CVP (9). SVP-Kandidat Jürg Brunner ist aber weniger bekannt als Tschirky. Dafür ist der Unternehmer gut vernetzt, gilt als umgänglich und dossierfest. Er ist der "bürgerlichste" aller Kandidaten und würde damit den heute links dominierten St.Galler Stadtrat wieder etwas zur Mitte hin ausbalancieren.

Ebenfalls Stimmen machen dürfte Sonja Lüthi von den Grünliberalen: Die Kantonsrätin hat vielfältige politische Erfahrung. Sie dürfte als Grünliberale in diesem Kandidatenfeld aber keine grossen Hoffnungen haben.

Keine Chancen ausrechnen dürfen sich die politisch unbeschriebenen Blätter Ingrid Jacober (Grüne) und Andri Bösch (Juso).