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Kathedralen-Jubiläum ist am Sonntag

Die St.Galler Stiftskirche wurde vor 250 Jahren fertiggestellt. In einem Festgottesdienst wird das Jubiläum am Sonntag, 13. August, gefeiert.

Um 11 Uhr beginnt das Pontifikalamt mit Bischof Markus Büchel. Die Geburtstagsfeier findet zum Fest Mariä Himmelfahrt, dem Patrozinium des Gotteshauses, statt. Mitgestaltet wird der Festgottesdienst von der Dom-Musik mit der kleinen Orgelsolo-Messe von Joseph Haydn sowie Musik von Mozart, Bruckner und Peeters. Nach dem Festgottesdienst gibt es Apéro und Imbiss.

Über 1000-jährige Geschichte
Die Kathedrale St.Gallen ist Bischofskirche und Kirche der Dompfarrei. Ebenso ist sie Anziehungspunkt für Zehntausende Touristen, die jährlich die Stiftskirche besuchen.

1767 war der heutige Barockbau (bis 1798 Stiftskirche des Benediktinerklosters St.Gallen) weitgehend fertiggestellt. Die Geschichte der Gotteshäuser am Fuss des Steinachtobels reicht aber über 1'000 Jahre zurück: Ursprünglich stand im Gebiet der heutigen Kathedrale das Bethaus des heiligen Gallus, bei dem dieser um 640 bestattet worden war. Alle jüngeren Bauten entstanden im Umkreis des Gallus-Grabes.

Die Existenz einer steinernen Kirche ist zur Zeit der Klostergründung (720) überliefert; um 830 wurde bereits eine grössere Kirche errichtet. Im 15. Jahrhundert liessen die Benediktiner einen gotischen Chor bauen. 1755 bis 1767 entstand ein Neubau, wie er sich noch heute präsentiert.

1798 setzte die Helvetik der territorialen Herrschaft des Klosterabtes ein Ende, das Kloster wurde auf Beschluss des Grossen Rates des Kantons 1805 aufgehoben. Teile des ehemaligen Klosterbesitzes wurden 1813 den Katholiken zurückgegeben. 1847 erhielt St.Gallen eine eigene Diözese, nachdem es vorher zum Bistum Konstanz gehört hatte und ab 1823 dem Doppelbistum Chur/St.Gallen zugeteilt worden war.

Die Stiftskirche wurde nach Aufhebung des Klosters 1824 zur Pfarrkirche und nach Errichtung des Bistums zur Kathedrale (Bischofskirche).