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Immer mehr Appenzell im Appenzeller

Der Appenzeller Alpenbitter enthält 42 Kräuter – und immer mehr davon kommen direkt aus dem Appenzellerland. Der vor drei Jahren lancierte Kräuteranbau in der Region hat sich etabliert, nun haben die beteiligten Bauernfamilien und die Appenzeller Alpenbitter AG Lust auf mehr.

Auch wenn der Alpenbitter das Appenzeller Traditionsgetränk ist: Einige der 42 Zutaten sind so exotisch, dass sie unmöglich im Appenzellerland produziert werden können. Muskat, Vanille oder Orangen zum Beispiel. Doch was in Appenzell gedeihen kann, soll je länger je mehr von hier kommen. Das ist das Ziel der Appenzeller Alpenbitter AG.

«Das Ganze war ein Experiment»
Vor vier Jahren haben sechs Appenzeller Bauernfamilien angefangen, Kräuter für den Alpenbitter anzubauen: Bohnenkraut, Zitronenmelisse, Pfefferminze und Lavendel etwa. «Das Ganze war für alle Beteiligten ein Experiment», sagt der Geschäftsführer der Appenzeller Alpenbitter AG, Stefan Maegli (Bild). Nun ist klar: Es funktioniert. Man experimentiert aber weiter.

Jetzt auch Kamille
So kommt dieses Jahr die Kamille als neue Zutat aus der Region dazu. Sie wächst im Kräutergarten von Raphaela und Alfred Fässler in Meistersrüte. Und wie vorher bei den anderen Kräutern gilt es nun herauszufinden, wie gut sie hier – mehr als 900 Meter über Meer – wächst, wie man sie am besten erntet und trocknet.

Neues ausprobieren
Die Bauernfamilien, die Kräuter für die Appenzeller Alpenbitter AG produzieren, tauschen ihre Erfahrungen untereinander aus und haben auch gleich einen direkten Draht zum Chef: Stefan Maegli besucht sie regelmässig in ihren Kräutergärten. Vor wenigen Tagen war er wieder auf Kräutertour und hat die Produzenten dazu ermuntert, weiterhin Neues auszuprobieren: «Wir unterstützen das!» Im Spätsommer will er gemeinsam mit der Gruppe der Kräuterproduzenten eine Gesamtschau machen, welche Mengen produziert wurden und welche weiteren Kräuter man im Appenzellerland anbauen könnte.