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Bald Micarna-Insekten auf dem Tisch?

An der Food-Messe Anuga präsentiert die Micarna mit Zentrale in Bazenheid zum ersten Mal ihre Pop-Bugs. Das Insektenprodukt wird im Rahmen der Ausstellung «Taste 17» zudem mit dem Innovationspreis geehrt.

Wie schmeckt die Welt von morgen? Wie können wir unsere Konsumenten auch in den kommenden Jahren überraschen? Und wie soll eine wachsende Weltbevölkerung auch in den nächsten Jahrzehnten ernährt werden? Genau mit diesen Fragen setzt sich die führende Lebensmittelmesse Anuga auseinander. Über 200’000 Besucher und gut 7000 Aussteller aus 100 Ländern präsentieren in Köln die neuesten Trends und Produkte. Zudem werden an der Sonderausstellung «Taste 17» die innovativsten Kreationen ausgezeichnet. Die Micarna wird dabei für ihre Pop-Bugs, das erste Grillenmehl-Produkt, geehrt. Nach dem Innovationspreis für die «Paprika Wave Chips» (2013) und das «Chicken Gelati» (2015) ist die diesjährige Auszeichnung der dritte Innovationspreis an der renommierten Food-Messe in Serie.

Grillen Innovativ verpackt
Bei den Pop-Bugs handelt es sich um kleine Bällchen, die aus Grillenmehl, einer Proteinquelle, hergestellt werden. Sie sind mit panierten Fleischbällchen vergleichbar, nur dass bei den Pop-Bugs Grillenmehl statt Fleisch verwendet wird. «Die Pop-Bugs sind unser erster Snack mit Insektenproteinen», freut sich Albert Baumann. Der Unternehmensleiter der Micarna ist von den Grillen-Bällchen begeistert ist: «Einerseits, weil das Thema Insekten als Ergänzung unserer Ernährung ein wichtiges und aktuelles Thema ist. Andererseits, weil unsere Pop-Bugs auch optisch überzeugen.» Verpackt in einer innovativen Kartonschale mit Servierfunktion, können die Pop-Bugs gleich in der edlen Verpackung mit den mitgelieferten Dips gegessen werden. «Da ist nicht nur der Genuss, sondern auch der perfekte Gesprächsstoff garantiert.»

Insekten sind mehr als eine Produktidee
Im Bereich Insekten geht es für die Micarna aber um mehr als eine Produktinnovation. «Wir sind überzeugt, dass der Markt ein Potenzial für Insekten als Proteinlieferanten hergibt. Dabei geht es aber nicht nur darum, Insekten als Ganzes zu konsumieren, sondern diese wären in Form von Insektenmehl beispielsweise auch interessante Proteinlieferanten für andere Produkte.» Um diese Grundlagenforschung zu betreiben, hat die Micarna im April einen Produktmanager für Insekten eingestellt. «Seine Hauptaufgaben bestehen darin, Basiswissen in diesem Bereich zu erarbeiten und beispielsweise herauszufinden, was gesetzlich möglich ist oder was Tierwohl im Bereich Insekten bedeutet.» Die Micarna rechnet damit, dass diese Grundlagenarbeit rund zwei Jahre in Anspruch nehmen wird. Das erste innovative Produkt präsentiert sie mit den Pop-Bugs aber bereits diesen Herbst.