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Neuer Auftritt für ältestes Schuhhaus

Während der Sommerferien gab es im Schuhhaus Schneider an der St.Galler Goliathgasse 5 viel zu tun: Das älteste Schweizer Schuhhaus wurde komplett umgebaut und für die Zukunft gerüstet. Mitte September fanden Neueröffnung und 185-Jahre-Jubiläumsfeier statt.

Die Inhaberfamilie mit Monika & Ueli Schneider sowie Samuel Schneider (6. und 7. Generation) ist sehr zufrieden. Der Umbau sei nach 26 Jahren durchaus nötig gewesen. „Für uns stand der zeitgemässe Auftritt im Fokus“, erklärt die Familie. Man habe das Unternehmen für die kommenden Jahre neu aufstellen wollen. Die 280 qm Verkaufsfläche, auf denen ein Vollsortiment angeboten wird, sollten von Grund auf überarbeitet werden.

Im Frühjahr 2016 hatte man das St.Galler Architekturbüro Forma als Partner für das Vorhaben gewinnen können. Nach der Planung folgte ein Pitch für den Ladenbau, den von den fünf Teilnehmern die BW Innenarchitektur AG gewann. Somit stand das Planungs- und Kreativteam fest.

Für Samuel Schneider und das Team des Schuhhauses war gerade die Planungsphase sehr spannend. „Für uns stand fest: Wir wollten Neues wagen, uns aber auch nicht verbiegen lassen“, erklärt der Unternehmer. Es sei wichtig gewesen, Werte wie Regionalität, Kundennähe, Traditionshandwerk, Ehrlichkeit, Transparenz und auch Professionalität in den Vordergrund zu rücken. Die in der Planungsphase entstandenen Konzepte wurden gemeinsam mit der Familie Schneider weiter entwickelt. „Wir wollten in den Prozess involviert sein“, resümiert Schneider. Zu den wichtigen Vorgaben der Unternehmer gehörte, dass die Kunden sich auf der Fläche, die mehrere Ebenen umfasst, selbstständig bedienen können müssen. Und: „Wir sind ein Schuhhaus. Das wollen wir auch bleiben. Und haben uns bewusst entschieden, keine Boutique entstehen zu lassen“, erklärt Schneider – auch in Abgrenzung zu anderen Unternehmen im Ort, die diesen Weg gegangen sind.

Zu den wichtigsten Neuerungen im Geschäft zählt nun das offene Schaufenster. Es gibt von aussen den Blick frei in das Ladeninnere. Der positive Effekt dieser Massnahme überraschte den Ladeninhaber: „Wir haben schon in den ersten Tagen nach Eröffnung viele Neukunden im Geschäft begrüssen dürfen. Sie nehmen wahr, was wir anbieten und sind neugierig geworden.“

Ein warmer Parkettboden, textile Pendelleuchten, Auflageteppiche und grosszügige Sitzgruppen sind weitere wichtige Elemente (oben steht schon einmal wichtigste Neuerungen) im Schuhhaus. Farbakzente hinter den Wandwarenträgern und eine neue LED-Ladenbeleuchtung sollen die jeweiligen Themenwelten des Schuhsortiments perfekt inszenieren. Dank LED konnte laut Samuel Schneider eine Dramaturgie zwischen Licht und Schatten erreicht werden. Zugleich wurde eine Musikanlage installiert, die der Jahreszeit entsprechende musikalische Untermalung bietet.

Ein spezieller Erlebnispfad, eine neu gestaltete Kinderwelt und das dekorativ-ornamentierte Treppengeländer, welches an ein St.Galler Stickereimuster erinnert, setzen weitere Highlights. Das Sortiment wurde im Zuge des vier Wochen dauernden Umbaus leicht gestrafft – es ist nun etwas weniger Auswahl auf der Fläche; sie wird aber im Lager bereitgehalten. Im ehemaligen Treppenauge wurde eine Lounge eingerichtet. Hier gibt es Kaffee und eine kleine ‘Bibliothek‘. Dafür wurde die Herrenabteilung etwas kompakter gestaltet. Einige neue technische Tools wurden ebenfalls installiert, darunter ein Bildschirm für aktuelle Imagefilme und Promotionen sowie ein Computerspiel in der Kinderabteilung. Parallel zum physischen Umbau im Geschäft wurde auch der Onlineauftritt modernisiert, der seit Kurzem umfangreich und modern über das Team, Angebot und Services informiert. 13 Mitarbeiter, darunter einige Teilzeitkräfte, sind neben Samuel Schneider und seinen Eltern für die Kunden da.

Schneider freut sich über die positive Resonanz, die der Umbau nach sich zog. Die Eröffnungs- und Jubiläumsfeierlichkeiten im September brachten deutliche Umsatzsteigerungen mit sich – deutlich über Handelsdurchschnitt. „Unsere Kunden geben uns viel positives Feedback“, berichtet Schneider. „Sie fühlen sich wohl bei uns, fast schon zuhause.“