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Preisnachlässe auf Eigenheimmärkten

Die St.Galler Eigenheimmärkte haben sich zum Frühjahr 2017 hin etwas abgekühlt. Bei Transaktionen von Eigentumswohnungen wurden mancherorts Preiskorrekturen beobachtet, im Segment der Einfamilienhäuser stiegen die Handänderungspreise zuletzt nur noch geringfügig an.

Wohneigentum bleibt im Kanton St.Gallen zwar beliebt, die Zahlungsbereitschaft steigt jedoch fast nur noch im Bereich der günstigen Objekte – das heisst bei kleineren Wohnungen und Häusern mit weniger hohem Ausbaustandard. Ähnliche Tendenzen lassen sich in vielen anderen Regionen der Schweiz beobachten, vor allem dort, wo die Preise in den letzten Jahren stark in die Höhe gegangen sind.

Eigentumswohnungen
Die St.Galler Eigenheimmärkte stehen auf einem grundsätzlich soliden Fundament: Aufgrund der geringen Neubautätigkeit gibt es keine nennenswerten Überkapazitäten an Eigentumswohnungen; entsprechend stabil sind die Insertionsdauern, die sich hier unter dem nationalen Durchschnitt von rund 70 Tagen bewegen. Nochmals angestiegen ist hingegen jüngst die Zahl der Suchabos auf den Onlineportalen – insbesondere in der Region St.Gallen und dem Linthgebiet übersteigt die Nachfrage das Angebot. Gesucht sind aber vor allem Wohnungen mit einem Kaufpreis von unter einer Million Franken.

Immer häufiger müssen Anbieter ihre Preisvorstellungen nach unten anpassen, vor allem wenn es sich um den Verkauf einer Eigentumswohnung des gehobenen Standards handelt. Aber auch ein mittleres Objekt wurde im ersten Quartal 2017 etwas günstiger gehandelt als im Vorjahresquartal, nachdem die Preise im Verlauf der letzten Jahre zum Teil stark nach oben gegangen waren.

Einfamilienhäuser
Die Handänderungspreise für mittelgrosse Einfamilienhäuser entwickelten sich im Kanton St.Gallen jüngst wieder leicht positiv. In diesem Segment steht ein unverändert grosses Interesse einem sehr begrenzten Angebot gegenüber. Aber weil die Anforderungen für eine Hypothekenvergabe gestiegen sind, wenden sich potenzielle Käufer zunehmend Objekten zu, die mit weniger Kapitalaufwand finanziert werden können. Entsprechend begehrt sind kleinere und verhältnismässig konventionelle Einfamilienhäuser.

Die Marktversorgung dürfte indes noch weiter zurückgehen: Die im Februar 2017 erlassene Richtplananpassung für den Kanton zielt klar auf die Innenverdichtung ab. Das heisst, Wohnbauland wird künftig noch knapper und entsprechend teurer werden, in Regionen mit geringem Siedlungsdruck muss gar mit Rückzonungen gerechnet werden. Frei stehende Einfamilienhäuser werden im Kanton St.Gallen zusehends zum Nischenprodukt.