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Quickmail befördert 23 % mehr Briefe

2017 hat die St.Galler Quickmail AG, der einzige private Briefdienstleister der Schweiz, 87 Mio. Briefe zugestellt.Das waren 12 Millionen und somit 23 % mehr als im Vorjahr. Quickmail konnte dieses Wachstum trotz des weiterhin bestehenden Restmonopols erzielen.

Der Marktanteil von Quickmail an allen adressierten Sendungen unter1’000 g erhöhte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 2.2 % auf 2.6 %. Quickmail-Geschäftsführer Christof Lenhard warnt aber vor Fehlinterpretationen: „Diese Erhöhung unseres Marktanteils wurde trotz heftigen Gegenwindes erzielt. Wenn die Schweizerische Post im Dezember 2017 in einem Brief an alle Grosskunden erklärt, dass die aktuelle Marktentwicklung einen funktionierenden Wettbewerb widerspiegele, so ist dies irreführend.“

Lenhard widerlegt die Ansicht der Post mit zwei Vergleichen:
1. Die Post konnte dank des Restmonopols gemäss Halbjahresbericht 2017 satte 3.9 % ihres Umsatzes investieren. Bei der St.Galler Quickmail waren es gerade einmal 1.1 % des Umsatzes, die investiert werden konnten. Christof Lenhard: „Wenn der einzige private Wettbewerber der Post im Briefbereich nur ein Viertel dessen investieren kann, was die Post zu investieren vermag, funktioniert der Wettbewerb höchstens ansatzweise.“
2. In Deutschland lag der Marktanteil der privaten Briefdienste 2017 bei 16.5 %, also sechsmal höher als in der Schweiz. Und selbst dazu meinte die deutsche Monopolkommission: „Wir stellen kaum Fortschritte bei der Wettbewerbsentwicklung auf den Briefmärkten fest.“

„Deshalb fordern wir, dass der Bundesrat in diesem Jahr die Reduktion des Restmonopols von 50 g auf 25 g einleitet. Für die Post bleiben dann immer noch knapp 50 % des Briefvolumens im Monopol. Es ist bedauerlich, dass derzeit Post und Politik glauben, dass die Post nur mit dem riesigen Restmonopol von 75 % der Briefsendungen eine Zukunft hat“, so Christof Lenhard.