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Innovationsimpulse TG gestartet

Mittelständische KMU in Innovationsprozessen unterstützen: Unter diesem Vorzeichen ist das neue Angebot des Thurgauer Technologieforums erfolgreich gestartet. Es umfasst Impulsanlässe und -werkstätten im Raum West (Frauenfeld/Weinfelden) und Ost (Romanshorn/Amriswil).

Den Auftakt machte ein gut besuchter Impuls- und Netzwerkanlass in Weinfelden. Über 40 Teilnehmer, von Schaffhausen bis ins St.Galler Rheintal, setzten sich am 12. September mit der Frage auseinander, wie Trends als Inspirationsquelle für den Innovationsprozess genutzt werden können und was das für die eigenen Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen bedeutet.

Schmid: Viele involvieren
Es gehe nicht darum, die Zukunft vorauszusagen, sondern sich darauf vorzubereiten», erklärte Daniel Wessner als Präsident des Thurgauer Technologieforums und Chef des Amts für Wirtschaft und Arbeit. Denkanstösse vermittelte Professor Lukas Schmid vom Institut für Innovation, Design und Engineering an der Fachhochschule St. Gallen.

Schweizer Unternehmen seien zwar Weltmeister beim Perfektionieren von Lösungen, doch es gehe auch immer mehr darum, Dinge anders zu machen. Schmid riet zum konstruktiven Umgang mit Fehlern, zur geschickten Kombination neuer Ideen sowie zum Einbezug möglichst vieler Menschen in den Innovationsprozess, bevor er auf die wichtigsten Megatrends einging.

Hasler: Bedürfnisse erkennen
Der Abend auf dem Weingut Burkhart löste rege Gespräche und Reaktionen aus. «In der Logistik ist im Zeichen der Digitalisierung und der Globalisierung vieles im Umbruch», erklärte Dominik Hasler, Geschäftsführer und Inhaber der Hasler Transport AG, Weinfelden. Für ihn geht es vor allem darum, in einem Markt mit eingespielten Prozessen neue Ideen zu entwickeln und Bedürfnisse zu erkennen, die sich in Geschäftsmodelle überführen lassen. Hasler denkt dabei zum Beispiel an kombinierte Logistiklösungen oder an Nischen.

Büchel: Lieferanten involvieren
«Wir wollen vor allem Innovationen für unsere Kunden vorantreiben», betonte Helmut Büchel. Er ist im Vertrieb der Arboner Aerne Engineering AG tätig, die Automatisierungslösungen für die einheimische Industrie entwickelt. Büchel sah sich darin bestätigt, dass ein Unternehmen über den Tellerrand hinausschauen soll. «Wir arbeiten eng mit unseren Lieferanten zusammen, um innovative Produkte für die Automation einzusetzen». Ein Beispiel dafür sei im Bereich Prototyping und Rapid Manufacturing die Anwendung von 3-D-Druck-Verfahren, und zwar nicht nur mit Kunststoff, sondern auch mit metallischen Werkstoffen.

Appenzeller: Noch agiler werden
«Das Thema ist brandaktuell», lobte Edouard Appenzeller, Innovationsleiter bei der Bischofszell Nahrungsmittel AG, das neue Angebot des Thurgauer Technologieforums. Wichtig seien die Gelegenheiten zum Austausch, aber auch zum Kennenlernen des wirtschaftlichen Umfelds. Schliesslich sei die Ostschweiz ein bedeutender Standort für die Nahrungsmittelindustrie. Konkret werde in Bischofszell viel Entwicklungsarbeit geleistet, nämlich in den Bereichen Drinks, Convenience Food, Fruits und Culinarium (Gastronomie). «Wir wollen am Ball bleiben», unterstreicht Appenzeller und hofft, die Entwicklungsaktivitäten noch agiler zu gestalten.

Impulse und Werkstätten
Methoden und konkrete Werkzeuge für die Innovationsprozesse in KMU will das neue Angebot des Thurgauer Technologieforums vermitteln. In Kooperation mit dem Verein ITS Industrie- und Technozentrum Schaffhausen setzt die Organisation, getragen vom kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit sowie von den grossen Wirtschaftsverbänden, auf Impulsanlässe und Innovationswerkstätten. Das Angebot wird im Raum West (Frauenfeld/Weinfelden) und Ost (Romanshorn/Amriswil) durchgeführt.

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